Heute freue ich mich ganz besonders, diesen Artikel zu veröffentlichen. Denn seit wenigen Monaten bin ich offizieller Matterport-Service-Partner! Was ist das und warum bin ich so stolz darauf? Erfahren Sie es in diesem Blogpost.

Ich möchte Ihnen heute ein technisches System für 360-Grad-Rundgänge vorstellen, das mich absolut begeistert: Matterport. Die US-Firma gilt als derzeit führender Anbieter im Bereich der immersiven Kamera-Technologien. Matterport wurde 2011 gegründet und hat sich auf cloud-basierte 3D-Abbildungen von Innenräumen spezialisiert. Doch was bedeutet das genau?

Hardware und Software greifen bei Matterport perfekt in einander

Für eine bestmögliche Umsetzung setzt Matterport einerseits auf Software in Form einer Cloud-Anwendung, die mit künstlicher Intelligenz arbeitet. Dieser Cloud-Service ist mit verschiedenen 360-Grad-Kameras am Markt kompatibel – allerdings bietet Matterport auch eigene Kamera-Systeme an. Ich arbeite derzeit mit der Matterport Pro2 3D-Kamera, die das neuste Gerät des Unternehmens für professionelle Anwender ist.

In meinem ersten Artikel habe ich bereits kurz erzählt, wie ich normalerweise für meine 360-Grad-Rundgänge arbeite: Ich mache mit meiner Kamera möglichst viele hochauflösende Bilder und setze diese später mit Hilfe einer speziellen Software zu 360-Grad-Ansichten zusammen. Pro Kamera-Standpunkt brauche ich dafür vier bis sechs Minuten.

Die Matterport Pro2 3D-Kamera arbeitet Hand in Hand mit der Cloud-Software. © Matterport
Die Matterport Pro2 3D-Kamera arbeitet Hand in Hand mit der Cloud-Software. © Matterport

Die Pro2 Kamera von Matterport macht dies nun von ganz allein: Einmal aufgestellt dreht sie sich in jede Richtung und schießt jeweils ein Foto. Ich muss mich nur schnell verstecken, damit ich nicht selbst auf dem Bild bin. Die daraus entstehenden 360-Grad-Bilder sind klar und scharf mit einer sagenhaften Auflösung von 16376 mal 8192 Pixeln.

Mehr Standorte und mehr Immersion

Ein Standpunkt ist mit dieser Technik in nur 19 Sekunden erstellt. Während die Kamera ihre Arbeit tut, kann ich den Fortschritt jederzeit auf meinem iPad kontrollieren. Denn darauf zeigt mir die Matterport-Software an, wo ich bereits war und wo nicht. Sind da schwarze Flächen zu sehen, muss ich den Raum an diesen Stellen noch weiter scannen. Daran sieht man schon, dass das ganze System für Innenräume optimiert und ausgelegt ist.

Auch wenn der einzelne Standpunkt sehr viel schneller bearbeitet ist – für einen Matterport-Rundgang brauche ich deutlich mehr Standpunkte als für einen 360-Grad-Rundgang, den ich manuell und ohne Matterport-Technik erstelle. Denn die Umgebung wird gleichzeitig mit dem integrierten Infrarot-Sensor in ihrer Tiefeninformation erfasst. Das hat gleich mehrere Vorteile:

Einerseits wird der Wechsel von einem Standpunkt zum nächsten im fertigen Matterport-Rundgang nicht mehr mittels Überblendung dargestellt. Stattdessen wirkt es dank 3D-Mesh so, als würde man sich tatsächlich selbst durch den Raum bewegen. Alles wirkt so noch viel realer.

Dadurch ist ein Matterport-Rundgang die perfekte Lösung für alle, die 360-Grad schätzen und trotzdem mehr Interaktion und eine stärkere Immersion wie bei der „richtigen“ Virtual Reality wünschen. Die Unterschiede zwischen beiden habe ich übrigens in meinem letzten Artikel beschrieben.

Warum ein Puppenhaus nicht nur für Kinder toll ist

Ein weiterer Vorteil der Matterport-Scans ist, dass sie ein echter Hingucker sind. Denn sie bieten ein Zusatz-Feature, das es so bislang nur bei Matterport gibt und das mich jedes Mal von Neuem begeistert: die sogenannte „Dollhouse-Ansicht“.

Basierend auf den Fotos und den Standpunkten – auch deswegen müssen es mehr sein – errechnet das Matterport-System automatisch ein 3D-Modell. Dieses Modell kann man anschließend von allen Seiten betrachten, es drehen, von oben drauf schauen, von der Seite… Dadurch dass die Außenwände transparent sind, kann man in jedes Zimmer hineinschauen  – eben ganz wie bei einem Puppenhaus.

Ein solches Puppenhaus-Modell ist ein absoluter Hingucker und kann extrem effektiv im Marketing eingesetzt werden. Besonders nützlich ist es bei größeren und komplexen Gebäuden, die entweder eine besondere Architektur oder schlicht mehrere Stockwerke haben. Dank des 3D-Modells bekommen die Betrachter eine großartige Übersicht.

Puppenhaus pur: So sieht ein 3D-Modell aus, wie es die Matterport-Software von einem fertig gescannten Objekt anfertigt. © Matterport
Puppenhaus pur: So sieht ein 3D-Modell aus, wie es die Matterport-Software von einem fertig gescannten Objekt anfertigt. In diesem Beispiel ein Wohnhaus inklusive Inneneinrichtung. © Matterport

Jede Menge weitere Extras

Doch neben der Puppenhaus-Ansicht errechnet die Cloud auch noch so einige andere nützliche Dinge: Zum einen kann man nicht nur in das Puppenhaus hineinschauen, sondern in Form eines farbigen 3D-Grundrisses den Überblick behalten. Jedes Stockwerk wird hier in der Aufsicht präsentiert.

Das Ganze geht auch noch vereinfacht: Aus den Scans lassen sich nämlich schematische, schwarz-weiße 2D-Grundrisse erstellen, wie man sie von Wohnungsanzeigen her kennt – inklusive Türen und Fenstern und Längenangaben. Besonders interessant ist dies sicherlich für die Immobilienbranche, aber auch Hotels oder Fitnessstudios können so ihren Kundinnen und Interessenten einen besseren Überblick über ihre Räumlichkeiten geben. Laut Matterport sind diese Grundrisse zu 99 % präzise – aus meiner praktischen Arbeit kann ich das nur bestätigen.

Sehr nützlich ist auch die Möglichkeit, sich die von der Kamera geschossenen Bilder in dem gewünschten Ausschnitt und der gewünschten Perspektive als hochauflösende 2D-Fotografien ausgeben zu lassen. Mit einer maximalen Auflösung von 8092 zu 4552 Pixel sind diese auch für Print-Materialien geeignet, können aber natürlich ebenso Ihren Online-Auftritt bereichern.

 Dazu kommen übrigens auch Videos und GIFs, die Ihnen noch einmal besondere Aufmerksamkeit garantieren dürften und sich beispielsweise sehr gut für Social Media eignen. All diese Zusatzfunktionen erweitern den 360-Grad-Rundgang und machen Ihr Matter-Port-Projekt zum perfekten Marketing-Allrounder.

Hier ist einmal ein Beispiel eines unserer Matterport-Projekte:

Virtual Tours ist zertifizierter Matterport-Servicepartner

Seit September 2019 kann ich Ihnen all diese Leistungen als offizieller Servicepartner von Matterport anbieten. Dadurch habe ich im Falle von Problemen Support für professionelle Anwender, bin Teil eines weltweiten Netzwerks und der Matterport-Community und dadurch auch immer sofort über alle Neuigkeiten und technischen Updates im Bilde.

Zusammen mit Ihnen plane ich den Rundgang, komme zu Ihnen, scanne das Objekt und kümmere mich selbstverständlich um die Postproduktion. Damit Sie den größten Nutzen aus Ihrem Matterport-Erlebnis ziehen können, berate ich Sie bei Bedarf auch gerne zum weiteren Marketing mit Fotos und Videos und binde Ihren Rundgang für Sie bei Google Street View ein.

Dadurch, dass alle Matterport-Rundgänge in der Cloud gehostet werden, entfällt übrigens auch ein Upload für Ihre Webseiten. Denn mittels iFrame können Sie den Rundgang samt 3D-Modell schnell und einfach überall einbinden. Sie brauchen lediglich einen Link, den ich Ihnen zur Verfügung stelle.

Wann wollen wir loslegen?

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Autor

Geschäftsführer von Virtual Tours und Marketingexperte für immersive Medien. Seit 2012 unterstütze ich Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Und noch immer bin ich begeistert wie am ersten Tag von all den Möglichkeiten, die 360°, Virtual Reality und Augmented Reality bieten.

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